Samstag, 15. Juni 2013

Kranke Fellnase

maus_120613.jpg Seit 1,5 Jahren Jahren bereichert diese Hamsterdame unseren Alltag. Anfangs fehlte uns der Name, also nannten wir sie immer Maus, weil sie von jeher für einen Hamster eher zierlich war. Dabei ist es irgendwie geblieben. Maus ist einer unserer zahmsten und nettesten Hamster, die wir bislang hatten. Wenn ich Frühschicht habe, steht sie oft noch einmal auf (sofern sie nicht ohnehin noch wach ist um kurz vor 5) und leistet mir Gesellschaft beim Frühstücken. Sobald jemand von uns nach Hause kommt, steht sie auf, um zu kucken und ab 17 Uhr kann man damit rechnen, dass sie häufiger wach anzutreffen ist, denn schließlich könnte beim Abendessen kochen ja auch das ein oder andere Stück Gemüse abfallen.
Nachdem wir aus unserem Urlaub zurückkamen und Maus einige Tage wieder zuhause war, stellten wir unabhängig voneinander ein paar Veränderungen an ihr fest. Meine bessere Hälfte meinte etwas irritiert beim abendlichen Spielen, dass sie ein bisschen Gewicht verloren hätte. Das schoben wir erstmal auf den Stress, schließlich fährt sie ja nicht so oft Auto und ist dann eine Weile bei fremden Leuten untergebracht, die auch anders riechen, wenn sie Futter oder Wasser wechseln. Allerdings entdeckte ich ein paar Tage später auch eine kahle Stelle an der rechten Flanke, die immer ein Stückchen mehr anwuchs und auch aussah, als würde sich Maus daran kratzen oder beißen.
Mein Verdacht war erstmal Ungezieferbefall, weil wir ihr, um ihr etwas Gutes zu tun, eine Kapokschote in den Käfig gelegt hatten, die sie zerlegt hatte. Als die Stelle nun immer röter und größer wurde, suchte ich dann den Tierarzt auf, in der Hoffnung, dass ich erfahre, welche Parasiten eventuell zu behandeln sind.
Leider wurde mein Verdacht nicht bestätigt. Die arme Hamsterdame hat entweder einen Abszess oder einen Tumor. Mir wurde erklärt, wie ich die Stelle abtaste (wozu ich mich allerdings nur ungern überwinde, weil ich Angst habe, dass ich ihr weh tue). Die Stelle ist mit irgendetwas angefüllt und inzwischen heiß und geschwollen.
Zur Behandlung bekam ich ersteinmal Metacam und Marbocyl mit, was zum Glück auch brav aufgenommen wird, wenn ich das Ganze unter ein bisschen Haferbrei mit Frühkarottenbrei mische.
Seit letztem Mittwoch gebe ich nun schon die Medikamente und beobachte die Entwicklung des Ganzen, positiv kann ich leider gar nichts vermelden. Damit sich an der Stelle nichts weiter infizieren kann, musste ich Hamsterbad und Toilettensand sowie das große Rad entfernen (die Stelle spannt beim Laufen zu sehr und die Ärztin wollte vermeiden, dass sich beim Baden Sandkörner hineinreiben oder alles wundgescheuert wird) Die ersten Tage wurde danach gesucht, seit heute schläft unsere Fellnase sehr viel, was vermutlich mit den Medikamenten zusammenhängt. Ansonsten ist sie unverändert lieb und neugierig, frisst brav wenn ich sie wecke ihre Tropfen und trägt Küchenkrepp als Nistmaterial durch ihr Heim.
Am Montag muss ich wieder zur Kontrolle zum Tierarzt und wenn dann keine Besserung in Sicht ist, steht eine OP ins Haus. Ich habe seit Tagen Alpträume, weil ich einerseits Angst davor habe, dass es ein Tumor und kein Abszess ist und andererseits auch noch die Panik dazukommt, dass so ein kleines Tier einen solchen Eingriff nicht so einfach wegsteckt. Aber solange sie noch so lebhaft durch den Käfig wuselt, will ich auch nichts unversucht lassen, um ihr zu helfen.

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