Mittwoch, 20. Juni 2012

Romane: “3:36” (2007/8)

Nach langer Zeit Phantom-Thematik und Phanfiction kam dann “3:36”. Die Idee dafür hatte ich schon vor einigen Jahren versucht umzusetzen und den gescheiterten Versuch in meinem “Texte”-Ordner unter dem Titel “Bluttaufe” gespeichert.
Im Oktober 2006 setze ich zu einem neuen Versuch an und brachte zumindest das erste Kapitel aufs Papier, das sich vollkommen von dem ersten Kapitel der Vorlage unterschied, deutlich düsterer und absolut kein Märchen mehr war.
Dann kam mal wieder das Leben dazwischen und ich hatte ja erwähnt, 2006 war ein “rough year”, zumindest das Ende regte nicht besonders zur Kreativität an und ich musste erstmal Privatleben vor alles andere stellen.
Erst im März 2007 war dann soweit wieder Normalität und Ruhe eingekehrt, dass ich wieder Lust hatte, mich mit dem Schreiben zu befassen. Also begann ich mit Recherchearbeit über Schottland, seine Geschichte, Vampirmythen im Ausland, Krankheitsbilder … Diese Informationen sammelten sich in zig Bookmarkkategorien und bis heute habe ich mich nicht überwinden können, sie zu löschen, obwohl der Roman abgeschlossen ist. Der erste richtige fertiggestellte Roman ist eben doch etwas ganz Besonderes und man fast ihn mit deutlich spitzeren Fingern an, als alles, was man danach noch schreibt. Zumindest geht es mir so. Ich habe deutlich weniger Probleme damit, eine Szene aus einem späteren Projekt zu löschen und vergessen (oder als Anregung für irgendein neues Projekt in einem seperaten Dokument abzuspeichern) als bei “3:36”. Es gibt eine Szene mit Lucius und Jack the Ripper, die im Grunde vollkommen sinnfrei ist und nichts zur Handlung beiträgt. Der gesunde Menschenverstand sagt, dass sie rausmuss, aber ich habe wirklich Monate gebraucht um mich dazu durchzuringen.
Anfangs hieß “3:36” “Bluttaufe”, aber mit dem Titel tat sich mir ziemlich schwer. Kurzzeitig hieß das projekt dann “Zeitpunkt des Todes” und wurde größtenteils als solches fertiggestellt, bis ich mich im Juni 2007 entschloss einfach den Todeszeitpunkt als Uhrzeit im Titel zu verwenden und das Werk kurz und knapp “3:36” zu nennen.
Hin und wieder überkommt es mich und ich überarbeite ein Kapitel, kürze hier und da und hoffe irgendwann mal Lust zu haben alles komplett neu zu bearbeiten und es dann einzureichen. “3:36” mit ISBN in meinem Bücherschrank wäre grandios. Dazu muss ich nur an meine verhasste Gerichtsszene und die habe ich schon beiom Schreiben vor mir hergeschoben.

Es handelt sich um meinen ersten Roman im Urban Fantasy-Genre. Diese ganze richtige Fantasy-Sache mag ich nicht besonders, ich komme besser mit Lesestoff zurecht, wenn es ein wenig “phantastisch” ist, aber noch in einer Welt spielt, die ich als Normalbürger jeden Tag so erlebe. Zeitreisen kann ich prima aushalten, Vampire oder andere mythische Wesen (abgesehen von Feen, Elfen und Engeln, fragt mich nicht warum), die durch meine Welt laufen auch. Sobald ich, wie bei Tolkien komplett mit Fantasiewesen in Fantasiewelten auskommen muss, finde ich mich kaum noch in eine Geschichte ein und verliere leicht die Geduld weiterzulesen. Gleiches gilt im Übrigen auch für zu fantasievolle Namen. Ich weiß, ich bin verrückt.
Aber genau deshalb schreibe ich eben auch Urban Fantasy. Leichte Kost, die mein Magen gut verkraften kann.

Kurz zur Handlung von “3:36”
Sophie Randrup ist seit vier Jahren glücklich verheiratet und führt auch sonst ein ruhiges, zufriedenes Leben. Bis ihr eines Tages ein vollkommen Fremder ihr genaues Todesdatum prophezeit. Aber ist ihr Tod wirklich so unausweichlich? Der Fremde jedenfalls bleibt nicht lange ein Fremder für sie und nicht alles ist so, wie es scheint. Ihr Ehemann allerdings sollte besser nie etwas davon erfahren.

Zu den ganzen Charakteren werde ich demnächst in einem gesonderten Beitrag eingehen.

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